Chronische Schmerzen im Alter

Jeder von uns hatte schon einmal Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen und war froh, wenn sie wieder verschwanden. Doch was ist, wenn sie nicht mehr weggehen? Wenn Schmerzen immer da sind? Jeden Tag und jede Nacht? Für die Erkrankten bedeutet dies eine ganz erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität.

Allein in Deutschland leiden 13 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Betroffenen. Häufig werden sie nicht angemessen behandelt. Das liegt zum Teil daran, dass ältere Menschen sich erst gar nicht in ärztliche Behandlung begeben, weil sie chronische Schmerzen als zum Alter dazugehörig hinnehmen. Zum Teil liegt es aber auch daran, dass die Besonderheiten des Alters in der Schmerztherapie zu wenig berücksichtigt werden und viele Ärzte dem Phänomen hilflos gegenüberstehen.

Mit dieser Website und unserer neuen Broschüre wollen wir Sie als Patientin oder Patient über neue Therapiemöglichkeiten informieren und darin unterstützen, aktiv gegen Schmerzen vorzugehen. Denn eines steht fest: Niemand muss Schmerzen ertragen!

Broschüren zum Thema

"Chronischer Schmerz im Alter"

Die Deutsche Seniorenliga möchte ältere Menschen ermutigen, frühzeitig gegen ihre Schmerzen vorzugehen. Die Broschüre ‚Chronischer Schmerz im Alter' soll dabei helfen.

Der kostenlose Ratgeber beschreibt verschiedene Schmerzformen und erläutert den Unterschied zwischen akuten und chronischen Schmerzen. Ein Schwerpunkt liegt auf altersspezifischen körperlichen Veränderungen, die das Schmerzerleben beeinflussen sowie bei Diagnose und Therapie berücksichtigt werden müssen. Ein weiteres Kapitel widmet sich den verfügbaren Gruppen von Schmerzmitteln sowie nicht-medikamentösen Therapieformen. Dabei erfahren die Leser, warum Bewegung ein so wichtiger Pfeiler der Schmerzbehandlung ist. Ein heraustrennbarer Schmerzfragebogen soll dabei helfen, sich gründlich auf den Arztbesuch vorzubereiten.

Neue Broschüre "Schmerzen erkennen bei Demenz"

Fast die Hälfte aller älteren Menschen leidet unter Schmerzen. In Alten- und Pflegeheimen sind sogar bis zu 80 Prozent der Bewohner von dauerhaften Schmerzen betroffen. Da jeder Mensch Schmerz anders wahrnimmt, sind Ärzte auf die Mithilfe ihrer Patienten bei der Diagnose und Therapie von Schmerzen angewiesen. Doch schon diejenigen, die sich noch problemlos artikulieren können, erhalten häufig keine adäquate Behandlung. Das gilt erst recht für Demenzpatienten, die sich zu ihren Schmerzen nicht mehr äußern können. In diesen Fällen ergänzt bzw. ersetzt die Beobachtung die Selbstauskunft. Mit dieser Broschüre wollen wir Sie als Angehörige oder Angehörigen eines demenzkranken Menschen über typische Schmerzerkrankungen im Alter, Hinweise auf Schmerz, Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten informieren. Erkennen Sie die Zeichen und helfen Sie Ihrem Angehörigen aus der Schmerzfalle.

Die Broschüren "Chronischer Schmerz im Alter" und "Schmerzen erkennen bei Demenz" können kostenfrei hier online angefordert werden.

In Kooperation mit